Innenwärmedämmung
Gedämmt werden nicht nur die Wände, Decken und Böden der für das Wohnen oder Arbeiten genutzten Räume. Entscheidend für die Energieeffizienz eines Gebäudes ist vor allem auch die Dämmung des Estrichbodens oder des Dachs und der Kellerdecke.
Gedämmte Trockenbau-Konstruktionen
Der Trockenbau mit Metallprofilen, Gipsplatten und integrierter Dämmung bietet in vielerlei Hinsicht Vorteile:
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Rationelle und kosteneffiziente Bauweise
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Hohe Planungs- und Nutzungsflexibilität
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Individuelle Gestaltungsfreiheit und -vielfalt
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Höhere Qualität bei erhöhten Anforderungen an Schallschutz und Energiehaushalt
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Die Möglichkeit einer einfachen Anpassung an sich ändernde Bedürfnisse der Raumnutzung
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Werterhaltung der Liegenschaft über die gesamte Lebensdauer des Objektes
Im Trockenbau kommen auch Lehm- oder Hanflehmplatten zum Einsatz. Sie sind die noch ökologischere Alternative zu den meist verbauten Gipskarton- und Gipsfaserplatten, jedoch aufwendiger in der Verarbeitung. Daneben gibt es verschiedene weitere Arten von Trockenbauplatten.
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Vorsatzschale
Bei einer Vorsatzschale handelt es sich um ein Trockenbaukonstruktion, die vor einer bestehenden Wand eingebaut wird. Sie dient nicht nur der Wärmedämmung, sondern trägt auch zur Erhöhung des Schall- und des Brandschutzes bei. Den zwischen der Vorsatzschale und der Wand entstehenden Hohlraum nutzt man nicht nur für die Wärmedämmung, sondern auch für das Verbauen von Rohren für Elektroinstallationen, Wasser und Lüftung.
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Trockenbaudecken
Was an der Wand funktioniert, kann im Trockenbau auch an der Decke angewendet werden. Man nennt solche Konstruktionen abgehängte Decken. Dank den vielen Komponenten sind der Deckengestaltung fast keine Grenzen gesetzt.
Neben der Wärmedämmung können abgehängte Decken auch eine raumakustische Funktion haben. Akustikdecken sind schallabsorbierend, sie «schlucken» einen Teil der Geräusche. Das sorgt für eine gute Akustik, was vor allem in Räumen wichtig ist, in denen sich viele Menschen aufhalten wie Restaurants oder Büros. Akustikplatten gibt es in verschiedenen Formen, glatt und mit Lochmustern, was auch als Designelement dient. Mehr zu diesem Thema finden Sie unter dem Thema «Akustik».
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Dämmplattensysteme
Dämmplatten oder -matten werden direkt auf die bestehende Wand beziehungsweise Decke geklebt oder geschraubt und verputzt. Sie bestehen aus verschiedenen Materialien wie Kalziumsilikat, Mineralschaum, Polystyrol, Polyurethan, Aerogel oder Holzfaser. Sie brauchen weniger Platz als Trockenbau-Konstruktionen, können aber keine Rohre für Elektroinstallationen aufnehmen.
Dämmputze
Auch Wärmedämmputze bringt der Gipser oder die Gipserin direkt auf das bestehende Mauerwerk auf. Durch diesen direkten Kontakt können keine Hohlräume zwischen Mauer und Putz entstehen, was die Bildung von Kondensat und damit schädlicher Feuchtigkeit ausschliesst, ohne dass weitere Massnahmen ergriffen werden müssen. Ein weiterer Vorteil von Dämmputzen ist, dass sie sich naht- und fugenlos dem Untergrund anpassen können. Fenster- und Türleibungen, Vorsprünge und Radien können gleichmässig beschichtet und in ihrer Form erhalten werden. Der Wärmedämmputz sorgt also für eine harmonische Oberflächenstruktur.
Heizung und Kühlung
Trockenbausysteme lassen sich auch für die Heizung nutzen. Die verwendeten Platten haben Schlitze, in welche die Heizrohre eingelegt sind. Diese Technik eignet sich nicht nur für Heizungen am Boden, sondern auch an der Wand oder an der Decke. Dies ist eine Möglichkeit, um bei Renovationen alte Böden zu erhalten und eine neue Heizung ohne Radiatoren einzubauen.
Ein Trockenbau-Heizungssystem kann im Sommer der Raumkühlung dienen. Anstatt warmes fliesst dann kühles Wasser durch die eingelegten Rohre.