Tapeten
Die Geschichte der Wandbekleidungen begann im Orient, wo einst Wandteppiche die kahlen Wände schmückten. Sie wurden später von preiswerteren Leder- und Pergamenttapeten abgelöst. Papiertapeten – damals noch handgemalt – kamen erst im 16. Jahrhundert aus China nach Europa. Im 17. Jahrhundert wurden Papiertapeten auch in England und Frankreich erfolgreich hergestellt. Die industrielle Massenanfertigung der Tapeten begann Mitte des 19. Jahrhunderts, wodurch diese Wandbekleidung für jedermann erschwinglich wurde.
Heute lassen sich Tapeten mit verschiedenen Techniken bedrucken. Seit Kurzem wird beispielsweise der Digitaldruck zur Herstellung von sehr individuellen, künstlerisch oft hochstehenden Tapeten eingesetzt. Allerdings sind auch handgemalte Tapeten, in einer künstlerisch sehr hohen Qualität und deshalb auch sehr hochpreisig, immer noch erhältlich.
In den technischen Normen, welche die Verarbeitung regeln, werden Tapeten heute als Wandbekleidungen bezeichnet, unterteilt in drei Hauptgruppen:
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Appreturen (Unterschichten) werden zur Vorbereitung eines saugfähigen, einheitlich farbigen Untergrundes für meist hochwertige, fertige Wandbekleidungen verwendet.
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Wandbekleidungen zur nachträglichen Behandlung sind Raufaser-, Glasfaser- oder Vlies-Wandbekleidungen. Traditionell und deshalb eher selten verwendet sind textile Gewebe wie Calicot, Stramin oder Rupfen. Erhältlich sind die unterschiedlichsten Oberflächenstrukturen von glatt bis stark strukturiert oder gar gemustert. Wandbekleidungen dieser Gruppe werden immer mit einer Beschichtung überarbeitet. Der farblichen Gestaltung sind dabei keine Grenzen gesetzt.
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Bei den fertigen Wandbekleidungen ist die grösste Vielfalt zu finden. Eine fast unerschöpfliche Auswahl an verschiedenen Mustern und Designs in allen erdenklichen Strukturen und Farben sind im Angebot. Die Qualitätsansprüche, welche erfüllt werden, gehen von Standard bis zu sehr anspruchsvollen, individuellen Einzelanfertigungen. Als Trägermaterial wird noch immer Papier verwendet, heute häufiger wird jedoch die Vlies-Wandbekleidung eingesetzt.
Typen von Wandbekleidungen
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Klassische Papier-Wandbekleidung
Dieser Klassiker unter den Wandbekleidungen wird noch heute bedruckt, geprägt oder gar von Hand bemalt. Die Preisspanne reicht dabei von günstig bis sehr kostenintensiv, wobei viele der Produkte mit aussergewöhnlichen und einzigartigen Sujets überzeugen.
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Vlies-Wandbekleidung
Vlies ist ein modernes Trägermaterial, ansonsten vergleichbar mit der klassischen Variante aus Papier.
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Textil-Wandbekleidung
Edle Gewebe, aufkaschiert auf Papierträger, kleiden Wände und Decken. Weiter veredelt werden die Gewebe im Siebdruckverfahren oder durch die Bemalung von Hand.
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Naturwerkstoff-Wandbekleidung
Natürliche Materialien wie Gräser und Blätter werden zu Bekleidungen einzigartiger Schönheit verarbeitet. Durch die Art der Herstellung, teilweise noch in Handarbeit, sind die einzelnen Bahnen nach dem Tapezieren noch gut sichtbar.
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Metall-Wandbekleidung
Durch Ätzen und Oxidieren oder auch lasierende Farbüberzüge werden die einzigartigen optischen Effekte der Metalltapeten erzielt. Auch bei diesen Wandbekleidungen bleiben die einzelnen Bahnen gut sichtbar.
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Digitaldruck-Wandbekleidungen
Die digitale Drucktechnik eröffnet neue Dimensionen. Gestalter, Künstler und Designer kreieren ästhetisch hochstehende Unikate und entdecken damit neue Möglichkeiten der Innenraumgestaltung. Es ist aber jedermann möglich, solche Wandbekleidungen mit eigenen Sujets bedrucken und dann von Malern/innen aufbringen zu lassen.