Es gibt sogar Tapeten aus Lehm
Der Trend zum Lehm hat die Wandbeläge erreicht. Neue Tapeten vereinen die Eigenschaften herkömmlicher Produkte mit Ökologie und Natürlichkeit und geben Oberflächen eine Struktur.
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Text und Bilder: Brillux Schweiz AG
Redaktion: Raphael Briner, Leitung Redaktion Applica
Beim Stichwort Tapete gehen wohl die wenigsten Gedanken Richtung Lehm. Doch es gibt solche Produkte. «Pure» heisst die neu entwickelte Tapete auf Lehmbasis von Brillux. Sie ist Teil der Kollektionen «MyHome Avalon» und «Relief». Der Name des Wand- und Deckenbelags deutet auf das natürliche Material hin.
Weil Tapeten an die Wand appliziert werden, drängt sich der Vergleich mit dem Lehmputz auf. Einen solchen anzustellen, ist allerdings schwierig. Es handelt sich um zwei verschiedenartige Produkte, die unter anderem unterschiedliche Schichtstärken aufweisen. Die Lehmtapete sattelt zudem immer auf einem Vliesträger auf, der dann mit einer Art Strukturschaum auf Lehmbasis versehen wird.
Lokaler Rohstoff
Es gibt aber Übereinstimmungen: Da Lehm umweltfreundlich ist, sind es auch der Putz und – wegen des Vlieses in etwas kleinerem Mass – die Tapete. Eine weitere gemeinsame Fähigkeit ist die Regulation der Raumfeuchte.
Die Nachhaltigkeit war ein entscheidendes Kriterium dafür, das Produkt in die Tapetenkollektion aufzunehmen. Es handelt sich nicht nur um einen natürlichen Rohstoff, der Lehm für die Tapeten wird darüber hinaus lokal bezogen.
Die Lehmtapete ist waschbeständig. Verschmutzungen können zum Beispiel mit einem Schwamm oder Lappen entfernt werden. Das ist beim Lehmputz nicht möglich, ohne dass es sichtbare Stellen hinterlässt.