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Umbau Tamedia: Der blaue Faden

28.05.2026

Von den freigelegten historischen Oberflächen über den atmungsaktiven Kalkputz bis hin zu den «Supergraphics» und Spieltischen zieht sich eine klare Linie durch das Projekt: Material, Farbe und Grafik bilden eine Einheit – zurückhaltend und zugleich identitätsstiftend.

  • Der Blick auf den offenen Raum und die Wandmalerei aus einer anderen Perspektive. | © Davide Galli

    Eingangsbereich mit Blick in Teeküche und Kommunikationszone

  • Eine moderne Büroküche | © Davide Galli

    Die Teeküche

  • Ein offener Raum mit Arbeitsplätzen. | © Davide Galli

    Open Space Büros

  • Kommunikationszone mit Supergraphics | © Davide Galli

    Ein offener Raum mit modernen Wandmalereien.

  • Ein grosses Sitzungszimmer mit Pulten in einer U-Form angeordnet. | © Davide Galli

    Grosses Sitzungszimmer im Erdgeschoss

  • Ein offener Raum mit diversen Arbeitsbereichen und Sitzmöglichkeiten. | © Davide Galli

    Newsroom mit Loungebereich

  • Eine Detailaufnahme der Maler- und Gipserarbeiten an der Innenwand. | © Davide Galli

    Detail der Wandoberflächen

  • Eine grosse Sitzgelegenheit vor einer verzierten Wand. | © Davide Galli

    Kommunikationszone mit Loungemöbeln

  • Die Aussenfassade des Tamedia-Gebäudes. | © Davide Galli

    Fassade Stauffacherquai

    Factbox

    Architekt
    Architektur APS GmbH
    Schwarzburg Architekten AG
    ATELIER HUES

    Ausführende Unternehmen
    Emil Hirt AG Malergeschäft
    Christian Schmidt Malermeister AG
    Dämmtech Swiss AG

    Industriepartner
    HAGA AG Naturbaustoffe
    Keimfarben AG
    Bosshard-Farben AG

    Text: Projektbeschreib aus der Eingabe für den Schweizer Preis für Putz und Farbe 2026

    Bilder: Davide Galli

    Das ehemalige Druckereigebäude der TX Group am Stauffacherquai wurde nach Jahrzehnten wechselnder Nutzungen von zahlreichen Schichten befreit. Durch die Rückführung auf seine ursprüngliche industrielle Struktur entstanden rund 20 % mehr Nutzfläche, höhere Räume und ein lichtdurchflutetes Arbeitsumfeld. Ein zeitgemässer Newsroom für die digitale Ära – offen, flexibel und nachhaltig.

    Die Renovation setzt auf Luft, Licht und Klarheit: Nebenräume wurden ins Innere verschoben, um die Fensterfronten für Arbeitsplätze und Meetingräume zu nutzen. Smarte Beleuchtung passt sich dem Tageslicht an, und die Masse der alten Betondecken trägt zu einem ausgeglichenen Raumklima bei. Die neuen Grundrisse unterstützen konzentriertes Arbeiten ebenso wie spontane Begegnungen – ein harmonisches Arbeitsumfeld für eine Redaktion im Wandel.

    Supergraphics

    Die rauen Oberflächen von Beton und Backstein wurden freigelegt und einheitlich mit Silikatfarbe in einem warmen Weisston gefasst. Neue Innenwände und gedämmte Flächen wurden mit einem atmungsaktiven Sumpfkalkputz überzogen. Seine feine 0.5mm Körnung wurde durch die Nachbearbeitung mit freuchtem Schwamm akzentuiert. Diese Zurückhaltung bewahrt den industriellen Charakter, verbessert das Raumklima und schafft eine ruhige Arbeitsatmosphäre. Das Oval als zentrales Element wird ganz bewusst ins Gestaltungskonzept integriert und bezieht sich formal auf den von Shigeru Ban entworfen Holzträger des benachbarten Neubaus.

    Die von Anne Scott entwickelte Signaletik ergänzt die architektonische Zurückhaltung mit einem starken grafischen Element. Ihre grossflächigen, farbigen «Supergraphics» setzen Orientierungspunkte in den Kommunikationszonen und schaffen visuelle Identität. Besondere Akzente setzen die Spieltische, im geometrischen Kontrast zu den ovalen Formen an den Wänden. Sie verbinden Architektur, Putz und Farbe mit einer klaren, zeitgenössischen Sprache über alle Geschosse hinweg.

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