Parkhotel Schönegg: Naturbelassener Kalkputz
Für das Parkhotel Schönegg in Grindelwald entstand mit «Aricchio 2.0» ein Kalkputzsystem, das natürliche Ästhetik, handwerkliche Qualität und Funktionalität vereint. Das durchdachte Materialkonzept überzeugt mit hochwertigen Oberflächen und bietet selbst in stark feuchtebelasteten Räumen eine robuste, diffusionsoffene Lösung.
Factbox
Architektur: von allmen architekten ag, atelier 10punkt3 ag
Handwerk: Hansen AG
Industrie: Sto AG, Thymos
Text: Projektbeschreib aus der Eingabe für den Schweizer Preis für Putz und Farbe 2026
Bilder: David Birri und ILG AG
In enger Zusammenarbeit zwischen Hansen AG und den beiden Architekturbüros von Allmen Architekten AG und atelier 10punkt3 ag entstand für das Parkhotel Schönegg in Grindelwald das optimierte Materialkonzept: «Aricchio 2.0» – ein Kalkputzsystem, das Einfachheit, Ästhetik und Funktionalität verbindet.
Die Putzflächen sind bewusst reduziert, dafür umso hochwertiger ausgeführt. Durch den Einsatz von Sto Calce FS und handwerkliche Verarbeitung fügen sie sich harmonisch in das architektonische Raumkonzept ein. Nach mehreren Bemusterungen auf Platten und direkt an der Wandfläche wurde die Oberflächenstruktur bestimmt. Der Putz wurde zweilagig ausgeführt. Beide Putzschichten wurden archaisch aufgezogen, die zweite Lage leicht verpresst und nach kurzer Ablüftzeit frescal mit Sumpfkalk getüncht. Die verwendeten Materialien wurden im Naturfarbton belassen. Alle Putzflächen enden mit einer Schattenfuge.
Besondere Herausforderung
Für die fensterlosen Badezimmer mit hohem Wasserdampfanfall wurde ein diffusionsoffenes, feuchtigkeitsregulierendes System erarbeitet.
- Gipskartondecken + ca. 6 mm Sto Calce FS
- Oberflächen geglättet und mit naturbelassenem Sumpfkalk von Thymos getüncht
Eine robuste, ökologisch einwandfreie Lösung – ohne Unterbrechung der Diffusionsfähigkeit im Putzsystem, welches an den Wandflächen auf Fermacell und an den Deckenflächen auf Gipskarton aufgebracht wurde. In den Korridoren ergänzt eine mehrgeschossige Fototapete das natürliche Materialkonzept, wobei die Putzflächen aufgrund der hohen Frequentierung mit einem organischen Putz versehen und gestrichen wurden. Das Beleuchtungskonzept hebt die changierende Oberfläche des Kalkputzes eindrucksvoll hervor.